Danke für die vielen Besuche

Wow, ich stelle fest, dass ich immernoch etwa 100 Besucher täglich auf meinemB Blog zählen darf, das freut mich. Ich habe an einer kleinen Homepage gebastelt, die in den nächsten Wochen dann hoffentlich aktuatlisier wird und dann auch auf englisch:

http://www.erasmusalicante.com

alles über Erasmus in Alicante😉 klickt euch durch!!!

Talooo Alicante…

… gracias a todos, era und tiempo tan feliz, increible y inolvidable, espero que nos veamos pronto chicos!

La llegada :-)

La llegada🙂

Gracias Alicante

Gracias Alicante

Letze Gedanken…

Leider vergeht die Zeit immer viel zu schnell, vor Allem bei Sachen, die Spaß machen. In wenigen Tagen sitze ich im Flieger in die Heimat, und ich hoffe, dass mir der Abschied nicht allzu schwer fällt. Als wäre es gestern gewesen, dass ich im Flugzeug nach Alicante gesessen bin, ohne zu wissen,was mich erwarten würde. Ich kann nur sagen, dass es ein unglaubliches Jahr war, wenn ich in 50 Jahren (ich hoffe doch, dass mein Lichtlein solange glühen w ird :-)) auf mein hoffentlich erfülltes Leben zurück blicken werde, denke ich dass Alicante 2008/2009 immernoch das absolute Highlitght sein wird. Ich hab hier unglaublich liebe Menschen kennen gelernt, ich hoffe, dass ich viele davon wiedersehen werde!  Ich habe hier Erfahrungen gemacht, die mich mein Leben lang begleiten werden. Ich habe viel gelernt, meinen Horizont erweitert, ich glaube um einiges reifer geworden zu sein. Ich bereuhe keinen Sekunde, keinen Moment, keinen Tag, den ich in dieser verrückten Stadt verbracht habe.

Wenn ich das ganze Jahr beschreiben müsste, würde ich sagen: es war ein Abenteuer! Es war oft verrückt, hin wieder etwas anstrengend, manchmal etwas traurig aber es hat jeden einzelnen Tag unglaublich Spaß gemacht . Ich werde sehr viel vermissen hier, nicht nur das wahnsinns Klima, das jeden Tag gut beginnen lässt. Es ist vor Allem die spanische Mentalität und der ruhige, gemütliche  Alltag, dem ich nachtrauern werde.

Erasmus Beachparty

Erasmus Beachparty

Ich bedanke mich bei jeden, der seinen Teil zu diesem für immer unvergesslichen Jahr beigetragen hat! Vielen Dank an Andi, Ramona, Astrid, Mama Anni, Lier, Dori, Stephan, Phili, Ravi, Jacek, alle süßen Annas, Birgit die süße Österreicherin und die andere Vogelwilde deutschte Maus🙂, Kiko, Karni (nos vemos en Innsbruck), Pablo und alle anderen coolen Alicantiner, Chrissy, Simone,  Gabby, den Partyohlerts, Olli, Johanna-Maria und Anki Holzenkamp, Berni Wasn Hier los?,  Partyalmut on the Road, the fucking crazy Finnisch guys: Janni and Ville-Marcus (i love you guys, Explorer 200 on Monday!), Satu, Dani, Ria and Maiju (hyyyy), Emily and Fiona – see you at the Highlandgames and o Szigethhhh, Christine oh wooow and Heliii, der Beachhousegang: Mariano, Santiago, Jose, Miguel, Janson, Angelica,  Katja, Riccardo, Antje, Luis and puto Diogo, den Beachvolleyballern: Ricky, George, Chino, Macchu Picchu – el Rey del Cubo, Piotro, Andrea, Silvia und Andres und allen anderen, die jemals eine Tschangla zur Stange gelegt haben, der UMH Clique: Lasse, Micha, Biri, Jessica, Bettina, Suzanne, Katja, Carla, Nora, Pia, Merle, Eva, Nadine, und allen anderen süßen Mädels, die mit uns den Sprachkurs überstanden haben, an meine Engel aus dem Wintersemester, vor Allem Fiestanita, Bailaina, Steffi, Fiestaina und Moni, allen Besucherm von Daheim: Bauchi, Uli, Matze und Dani, Q, Beef, Max, Nami und Wicky, meinen Gepäckschnitten Martina und Isa, Brüderchen Alex mit Birte und Schwesterchen Iris und jeden einzelnen, der mir in diesem Jahr auch nur ein Lächeln beschert hat. Ihr wart alle zusammen Spitze Leute!

Ein ganz besonderer Kuss gebührt meinen lieben Eltern Ma und Pa, die mir, zwar nicht sofort aber schlussendlich doch, ihren Segen zu meinen Vorhaben, hier her zu kommen, gegeben haben und mich mit nötigen Finanzspritzen versorgt haben. Ich hoffe dass ich euch davon überzeugen konnte, wie wertvoll die Zeit hier für mich war und wie viel es mir gegeben hat.  Ich möchte mich auch bei allen daheim bedanken, die mich hoffentlich nicht vergessen haben und vielleicht meinen Blog etwas verfolgt haben.

Fista de Camisetas

Fista de Camisetas

Es war die beste Entscheidung meines Lebens, hier her zu kommen. Alicante ist sicher keine Stadt, in der ich leben möchte. Mein Studium kam hier um einiges zu kurz, man wird faul und träge und verliert schnell den Sinn für die Realität und einen normalen Tagesablauf und es wird sicher nicht einfach, zu Hause zurück in ein „normales“ Leben zu finden und Stunden auf der Bibliohek zu verbringen. Alicante, so toll die Stadt ist, ist in dieser Hinsicht gefährlich, ich denke aber ich habe den Boden nicht unter den Füßen verloren, nicht vergessen, wo ich herkomme und wohin ich zurückmuss sondern es immer als das angesehen habe was es schlussendlich war: Ein unvergessliches Abendteuer.

I love Erasmus

I love Erasmus

Alicante hat jeden Tag Spaß gemacht. Ich hoffe, andere Leute mit meinen Zeilen dazu zu bewegen, den Schritt zu wagen und im Ausland zu studieren. Ich habe eine neue Sprache mehr oder weniger gut gelernt, ein neues Land mit all seinen Geheimnissen erforscht und vor Allem wunderbare, liebe Menschen aus der ganzen Welt kennen gelernt. Ich denke es gibt kein geeigneteres Schlusswort, als diese Zeilen aus einem vergangenen Eintrag, daum zitiere ich mich zum Abschluss mal selbst:

„Im Endeffekt ist es glaube ich egal, wo man landet. Erasmus ist eine absolut neue Lebenserfahrung und ich kann nur jedem mit auf den Weg geben, der die Möglichkeit dazu hat, diese Chance zu nutzen. Erasmus verändert dich, Erasmus prägt dich, Erasmus lehrt dich. Ich glaube, dass ich mich hier erst richtig kennen gelernt habe.  Viva Espana y viva Erasmus!“

Clemi, Februar 2009

Bleibt mir erhalten und vergesst mich nicht, taloo ihr Lieben. Ihr wart spitze!

Las Hogueras de San Juan

Die Hogeruas de San Juan, die Johannesfeuer, ist das wichtigste Fest des Jahres in Alicante und dauert jährlich vom 19. bis 24. Juni. Was in dieser Woche so alles passiert ist, wird mich ein bisschen Zeit kosten, alles niederzuschreiben, also ein bisschen Geduld!

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Un viaje al Norte

Der Norden Spaniens ist neben Andalusien der wohl schönse Fleck Spaniens und so ließ ich es mir nicht nehmen, kurz vor schluss noch mal ein Auto zu mieten und mit einigen Freunden, Zelt und leichtem Gepäck hinaufzufahren. Ursprünglich wäre gedacht gewesen, am Samstag Abend in Lloret de Mar vorbeizuschauen und einer Busgesellschaft meine Koffer mitzugeben, doch die haben mich kurz zuvor sitzen lassen, so fuhren wir direkt hoch nach Zaragoza.

Reisegruppe Norden

Reisegruppe Norden

Dort angekommen viel uns nach 5 Stunden klimatisiertem VW Caddy, dass es stolze 38 Grad draußen hatte und wir fuhren geradeaus weiter nach Pamplona, wo die Temperaturen um einiges angenehmer waren. Im Zentrum Spaniens, so auch in Madrid, ist es im Sommer allgmein unerträglich heiß und daher nicht empfehlenswert, in dieser Zeit zu besuchen. Auf dem Weg besichtigten wir noch ein kleines Märchenschloss in Oliente, bevor wir am Rande Pamplonas an einem kleinen Flusslauf auf einem netten Campingplatz zum ersten Mal unser Zelt aufschlugen.

Nachts am Campingplatz

Nachts am Campingplatz

Pamplona (auf baskisch: Iruna) ist eine Stadt der Provinz Navarra mit knapp 200.000 Einwohnern. Pamplona ist einer sehr schöne, belebte Stadt im grünen mit vielen Plätzen und Fußgängerzonen, die mir auf Anhieb sehr gefiehl. Berühmt ist sie für allem für die Sanfermines, die alljährliche Festwoche anfang Juli zu ehren des Stadtparons Fermin. Diese wird wie überall in Spanien mit unzähligen Prozessionen in traditionellen Gewändern gefeiert, wie es in Spanien auf jedem Fest (Weihnachten, 3 König, Ostern, Pfingsten, Frohnleichnam sowie jedes kleine Dorfest) üblich ist. Dies macht dieses Fest allerdings nicht weltberühmt sondern die interational stark kritisierten Encierros, die Stierläufe.

Todesmutige Stierläufer

Todesmutige Stierläufer

Während der Festtage werden jeden Morgen um Punkt 8 Uhr einige Stiere auf einer bestimmten Route durch die Gassen der Stadt zur Stierkampfarena gejagt, wo sie dann nachmittags in der Corrida de Torres, dem Stierkampf, getötet werden. Vor sich her treiben sie eine Menge an verrückten Stierläufern, die versuchen, vor, neben und hinter den Stieren möglichst lebend in die Arena zu gelangen. Die Gefährlichkeit dieses Rennens liegt darin, dass die Gassen unglaublich eng und nicht asphaltiert sondern gepflastert sind, außerdem enthält sie zwei 90 grad Kurven, die die Stiere aus dem Konzept bringen. Wird ein Stier von der Herde getrennt wird er sehr unruhig und für jeden Stiefläufer in seiner Nähe zur Gefahr. Die Encierros in Pamplona gibt es seit 1900, seit 1924 gab es ingesamt 14 Todesopfer und weit über 200 Schwerstverletzte. Interessierte können sich mal auf Youtube umschaun, hier ein Internetfoto:

Encierro

Encierro

pinxos2

Pinxos - leider sauteuer

Unsere Reise ging Nachmittagsweiter nach San Sebastian, eine Stadt, in die ich mich auf anhieb verliebte. Sie liegt 20 km westlich der Französischen Grenze am Golf vo Biskaya im Basekenland (baskisch: Donostia). Sie verfügt über ein unglaublich süßes Altstadtviertel, durch einen Fluss getrennt, mit einer noch nie gesehenen Anzahl an Tapasbar, in der  typisch für den Norden die Tapas auf einem Stück Weißbrot mit einem Zahnstocher aufgespießt werden, daher auch der Name Pinxos (el pincho – der Spieß), die leider nicht besonders billig sind, so zahlt man für so ein Brötchen schon mal 2.50 Euro). San Sebastian liegt in einer Bucht „La Concha“ – Die Muschel mit gleichnamigem Strand und ist von zwei kleinen Hügeln (Monte Igueldo und Monte Urgull) flankiert. Das Bild auf die Bucht von einem der Hügel ist einfach traumhaft, leider war das Wetter bei uns nicht besonders, deshalb hier erstmal ein Internetfoto.

Donostia - San Sebastian

Donostia - San Sebastian

Unsere Route führe uns weiter nach Westen der Küste entlang, wo wir einige male den berühmten Jakobsweg kreuzten und unsere Mädels es sich nicht nehmen ließen, dieses Foto zu schießen.

jakobsweg

Am Jakobsweg

Auf dem Weg nach Bilbao landeten wir auf einmal in dem kleinen Städchen Guernica, das durch Picassos Gemälde berühmt geworden ist. Es entstand als wütende Reaktion Picassos auf die Zerstörung der Stadt durch die Deutsche Fliegerstaffel Legion Condor während des Spanischen Bürgerkrieges am 26. April 1937. Es erzählt in Schwarz-, Weiß- und Grautönen die schrecken dieses dunklen Apriltages

Picasso äußerte sich zu seiner künstlerischen Haltung folgendermaßen:

„ der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann.“

Pablo Picasso, Dezember 1937

Nachbildung von Picassos Gemälde in Originalgröße in der Stadt

Nachbildung von Picassos Gemälde in Originalgröße in der Stadt

Das Bild gilt bis heute als denkwürdigste Anklage gegen den Krieg. 1997 entschuldigte sich Roman Herzog bei einem Besuch in Spanien offiziell für den Angriff. Ich hatte das Bild einige Monate zuvor in Madrid besichtigt, dass wir die Stadt besuchten war allerdings Zufall. Wenn man die Geschichte einer solchen Stadt ein bisschen kennt, geht man irgendwie nachdenklich hindurch, so ist es mir zumindest ergangen.

Bilbao selbst ist von außen keine besonders schöne Stadt, da es das wichtigste und größte Industriegebiet des Nordens ist. Der industrielle Nierdergang der Region Ende der 70er hatte jedoch auch positiven Folgen, so versucht die Stadt seit Jahrzehnten, in den letzten Jahren auhf erfolgreich, vom Ruf der grauen Industriestadt loszukommen. Sie wirkt mittlerweile hochmodern und nicht mehr ganz so grau, hat ein nettes Stadtzentrum in einer Flusschlaufe und und hat ähnlich wie in Valencia mit der Ciudad de las Artes  y las Ciencias durch den Bau des Guggenheim Museums international auf sich aufmerksam gemacht, so dass auch der Tourismus wieder floriert. Es ist, wie in ganz Spanien, eine Stadt im Aufbau. Der Bauboom in Bilbao wird seither „Guggenheim-Effekt“ genannt. Das Museum selbst ist innen ganz nett, von außen spektakulär, und hat mich wie in New York daran erinnert, dass Kunst mich immer noch ziemlich unbeeindruckt lässt.

Das Guggenheim Musem Bilbao

Das Guggenheim Musem Bilbao

Unser Roadtrip führe uns weiter der Küste antlang an wunderschönen Atlantikstränden über Santander und Burgos, nach Zaragoza, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. Zaragoza ist mittlerweile vor Allem dank der EXPO 2008 eine hochmoderne Stadt, die allein schon wegen der wunderschönen Basilika einen Besuch Wert war. Es war am Rückweg auch nicht mehr so heiß und wir erreichten nach 6 Tagen Roadtrip wieder unsere kleine Heimat Alicante.

Auch in Zaragoza waren wir uns stets einig!

Auch in Zaragoza waren wir uns stets einig!

Es war eine weiter wunderschöne Reise und ich glaube nun Spanien richtig gut zu kennen. Mein Gepäckproblem, das übrigens jeder Erasmusstudent hat, habe ich wie ich finde am elegantesten gelöst. So fliege ich kurzerhand 2 Freundinnen ein, die mir je einen Koffer wieder mit nach Hause nehmen. Dank Ryanair ist dies sehr billig möglich und etwa halb so billig, wie das ganze per Post u verschicken, aus ökologischer Sicht wie ich finde ein Wahnsinn, aber mein schlechtes Gewisse hält sich diesmal in Grenzen. Bussi an Martina und Isa, ich freu mich auf euch!

Sonnenuntergang am Atlantik

Sonnenuntergang am Atlantik

Blogquiz VII: La Romería de Santa Faz

Am zweiten Donnerstag nach Ostern ist in Alicante immer ein großer Feiertag. Es treffen sich um die 300.000 Menschen in der Altstadt von Alicante um sich auf den Pilgerweg ins 7 km entfernte Santa Faz zu machen, eine kleine Kirche, die übrigens genau neben meiner Uni liegt. Dort angekommen wird dann Schlange gestanden, um ein bestimmtes Reliqut zu begutachten und zu betasten. Dieser Tag ist für die Jugend zum Volksfest geworden, man organisiert sich Einkaufswagen, füllt diese mit Bier und Sangria und viel, viel Eis und marschiert gemütlich zwischen den Pilgern richtung Santa Faz. Das ganze sieht dann so aus:

Hundertausende pilgern nach Santa Faz

Hundertausende pilgern nach Santa Faz

Auf dem Weg gibt es immer wieder kleine Boxenstopps an Barständen und Likörverkostungen mit Freiluftmusik. Die stundenlange Anstehzeit erspart man sich natürlich und geht gleich weiter zum Strand, wo der Tag ausgeklungen wird. Es war ein irre witziger Tag, einer der Tage hier, die  man wohl nie vergessen wird. Ich wurde übrigens mit Annika zusammen -etwas angedudelt- live im spanischen Fernsehen interviewt und habe die Chance genützt „besitos Austriacos“ in die Welt zu schicken🙂.

Die Erasmus-Pilgergruppe vor der Santa Faz Kapelle

Die Erasmus-Pilgergruppe vor der Santa Faz Kapelle

Frage: Welches von der katholischen Kirche als Reliqut verehrte „Ding“ wird in der Santa Faz Kirche aufbewahrt und verehrt?

Es handelt sich hierbei um ein Schweißtuch, auf dem angeblich das Gesicht Jesu Christi abgebildet sein soll, und das Veronica ihm auf dem Weg zu Golgotha gerreicht haben soll. Es ist eines von weltweit drei Tüchern, die von der katholischen Kirche als solches verehrt werden.

Ein paar habens gewusst, das Paar original spanische Kastagnetten gewinnt unser geliebter Oberlause NAMI, Bussi in die Heimat!

Am späten Nachmittag war man dann doch schon ziemlich im Öl :-)

Am späten Nachmittag war man dann doch schon ziemlich im Öl🙂

Blogquiz VII: Gaudís Barcelona

Barcelona ist die Hauptstadt der Provinz Katalonien und mit 1.6 Millionen Einwohner nach Madrid die zweitgrößte Stadt Spaniens. Wer näheres zur Geschichte Barcelona erfahren möchte, den verweise ich mal wieder auf Wikipedia🙂 http://de.wikipedia.org/wiki/Barcelona

Die Barcelona Partycrew am Yachthafen

Die Barcelona Partycrew am Yachthafen

Barcelona wäre zunächst meine erste Wahl für mein Erasmusjahr gewesen, die dort dominierende Sprache Catalán – danke Beef – (ein dem klassiscen Spanisch „Castellano“ doch stark abweichende Sprache, gleich dem Valenziano) sowie die Tatsache, dass es eine sehr teure Stadt ist, haben mich dann doch nach Alicante geführt. Darüber bin ich immer noch sehr glücklich, nichts desto trotz ist Barcelona eine unglaublich tolle Stadt, die so ziemlich alles zu bieten hat! Ein wunderschöner Yachthafen mit Einkaufs- und Freizeitzentrum, die belebte Rambla, die diesen mit dem Hauptlatz „Plaza de Catalunya“ verbindet, ein belebtes Altstadtviertel,  unzählige grüne Parks Hügel rundherum, lange Strände und unzählige Bars und Cafes sowie die allgegenwärtige Präsenz des Fußballfiebers dank dem FC Barcelona ließen zumindest mein Herz höher schlagen.

Zur jeder Tageszeit voll von Touristen, Künstern, Verkäufern und das ganze beobachtende Einhimische - Die "Rambla"

Zur jeder Tageszeit voll von Touristen, Künstern, Verkäufern und das ganze beobachtende Einheimische - Die "Rambla"

Kein Name ist so stark mit Barcelona verbunden wie der des Architekten Antonio Gaudí (1852 – 1926). Gaudí war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Modernisme, der katalanischen Spielart des Jugendstils. Die typischen Merkmale waren

Max im Park Güell

Max im Park Güell

geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräge gemauerte Stützen, naturnahe weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna. Weitere Vorlieben waren Bruchsteine und bunte Keramikfliesen, die er als Gestaltungselement in seine Bauwerke einfließen ließ.  Er entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Da Gaudi ein Gebäude als Gesamtkunstwerk empfand, entwarf er auch die kleinsten Details im Gebäudeinneren selbst.  Seine Entwürfe führten die Schmiede- und Mosaikkunst, die Tischlerei und die Glaskunst zu neuen Höhepunkten. Seine Stilelemente beeindrucken mit

Casa Balló

Casa Balló

schlichten, aber originellen, vielfach organischen Formen. Berühmt ist er für seine Werke wie den Park Güell, die Casa Batlló und die Casa Milá. Sein berühmtestes Werk ist aber die Sagrada Familia, ein gigantisches Gotteshaus, dessen Vollendigung er leider nicht mehr miterleben durfte und das auch bis heute noch eine ewige Baustelle blieb.

Die Sagrada Família hat einen kreuzförmigen Grundriss. Das fünfschiffige Hauptschiff zeigt gen Süden und misst bis zur Apsis am nördlichen Ende etwa 90 Meter. Es ist 15 Meter breit. Das kürzere Querschiff erreicht eine Länge von 60 Metern und eine Breite von 7,5 Metern. Es ist dreischiffig. Um fast die gesamte Kirche herum verläuft ein Kreuzgang. Überall an der Kirche finden sich komplexe Verzierungen und dekorative Elemente, wie etwa spindelartige Türme die einer Sandburg gleichen und deren Dächer von geometrischen Formen gekrönt sind, die vom Kubismus beeinflusst scheinen. Dieser eigenwillige Stil prägte auch unseren Österreichischen Vertreter Friedensreich Hundertwasser stark!

Sagrada Familia

Sagrada Familia

Baubeginn war 1882. Von den drei geplanten prunkvollen Fassaden konnte Gaudí jedoch nur eine selbst fertigstellen ehe er 1926 durch einem Unfall direkt vor seinem Lebenswerk starb. Im spanischen Bürgerkrieg gingen fast alle Aufzeichnungen und Pläne des Architekten verloren. Ab 1950 wurde der Bau durch befreundete Architekten und Schüler Gaudís fortgesetzt. Sie versuchten sich so gut wie möglich an Gaudís mündlich überlieferte Ideen zu halten. Gegenwärtig sind acht der 18 Türme der Kirche fertiggestellt. Der Innenraum ist komplett von Wänden umschlossen und die Krypta und die Apsis sind vollendet. Zudem stehen bereits die meisten Säulen des eingewölbten Mittelschiffes, die in naher Zukunft das Dach tragen sollen, sodass erstmals ein geschlossener Messraum entsteht.

Q vor Gaudís Prunkfassade

Q vor Gaudís Prunkfassade

Das ganze Projekt soll laut heutigem Stand zum hundersten Todestag Gaudís fertiggestellt werden. Finanziert wird der Bau ausschließlich durch Spenden und Stiftungen. Um die Vollendung wird aber immer noch heftig gestritten. Viele wollen die Kirche endlich in Ihrer ganzen Pracht vollendet sehen während andere sie längst so gelassen hätten wie sie 1950 ausgesehen hat und sehen jeden neu hinzugefühten Bauschritt als Verbrechen an der Architektur Gaudis an. Zur Zeit jedoch wird fleißig weiter gebaut, sodass die Kirche dann irgendwann in fernen Zukunft einmal vollendet sein wird, vielleicht sieht sie dann auch annähernd so aus, wie Antonio Gaudí es sich damals vorgestellt hat.

Meine heutige Frage dazu sollte einfach aus dem Text beantwortet werden können:

Sollte die Kirche tatsächlich zum 100 jährigen Todestags Gaudís fertiggestellt werden, wie lange wurde dann schlussendlich daran gebaut?

Die Anwort war glaublich einfach, nach einer kleinen Rechnung erhält man 144 Jahre !

Ein schmuckes Espana-Käppchen aus Barcelona gewinnt diesmal nach zahlreichen erfolglosen Anläufen:

Beef